Geschichte
Wer die Enge seiner Heimat begreifen will, der reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. – Kurt Tucholsky
Unsere gemeinsame Reise beginnt in der 6. Jahrgangsstufe mit einem Rundflug über die Zeiten. Es geht zum Ursprung zurück und von dort blitzschnell Richtung Steinzeit. Nach erfolgreichen Jagden, Lagerfeuern und Höhlenmalerei begeben wir uns dann ein Stück weiter in der Geschichte und bestaunen die Pyramiden in Ägypten, entschlüsseln Hieroglyphen und machen Bekanntschaft mit berühmten Pharaonen. Im zweiten Halbjahr bewegen wir uns entlang des Mittelmeerraumes und machen Halt in verschiedenen griechischen Poleis, schauen uns die ersten Olympischen Spiele an und bewerten die ersten Demokratie-Versuche. Zum krönenden Abschluss marschieren wir in Rom ein und erforschen es mit all seinen Facetten und Spuren in der Gegenwart.


Los geht unsere diesjährige Reise im Mittelalter. Von Karl dem Großen über Rittertum, Ständegesellschaft und der Entstehung von Städten entdecken wir ein gar nicht so düsteres Mittelalter, wie man es oftmals leichthin hört. Danach schauen wir uns bahnbrechende Entwicklungen an, die auch unser heutiges Leben maßgeblich geprägt haben: Der Buchdruck und der Thesenanschlag von Martin Luther ebnen den Weg in ein neues Zeitalter: die Frühe Neuzeit.
Für den Abschluss unserer Reise haben wir eine strahlende Persönlichkeit und seine prunkvollen Bauten, die nochmal für ein Highlight auf unserer Reise sorgen.
Unsere Reise bietet nun ein Upgrade an: In der achten und neunten Jahrgangsstufe gibt es die Möglichkeit, die Reise in der ersten Fremdsprache anzutreten. Mit oder ohne Upgrade: Der erste Halt unserer Reise durch das lange 19. Jahrhundert ist die Zeit der Aufklärer, die sich anhaltende Gedanken zur Politik machten. Revolutionär untersuchen wir hautnah, wie die Französische Revolution die Landschaft Europas nachhaltig veränderte. Doch auch eine weitere Revolution ist ein entscheidender Halt auf unserer Reise: die industrielle Revolution, die uns Einblicke in Erfindungen wie die Dampfmaschine sowie gesellschaftliche Veränderungen gewährt. Als ebenfalls beeindruckend, aber auf eine ganz andere und negative Art und Weise, lässt sich unser letzter Stopp in diesem Jahr beschreiben: der Erste Weltkrieg.


Das Reisemotto in diesem Schuljahr lautet: Kontraste!
Und für diese muss man gar nicht weit in die Ferne reisen. Das Deutschland des 20. Jahrhunderts ist in jeder Weise prägend: Von der einst „demokratischsten Demokratie“ (der Weimarer Republik) geht es direkt hinein in die Diktatur: Nationalsozialismus und Holocaust. Schauplätze dabei sind nicht nur epochale Meilensteine, sondern vor allem Orte des Grauens. Sie sollen uns alle erinnern, mahnen und aufklären! Darum machen wir zum Halbjahr auch konkret Stopp im KZ Dachau.
Die gespaltenen Reisewege finden wieder zusammen. Ab der zehnten Jahrgangsstufe findet unsere Reise wieder einsprachig für alle statt. Die Reisedauer ist verkürzt und findet einstündig statt, was aber der Vielfältigkeit unserer Stationen nicht im Weg steht. Von der Gründung der BRD und der Überwachung der Stasi in der DDR, bewegen wir uns immer näher in Richtung Gegenwart. Ein entscheidender Wegweiser unserer Reise ist der Wandel der Wirtschaft in der BRD und DDR, ehe wir durch den Mauerfall eine Sehenswürdigkeit haben, die unsere thematisch gespaltene Reise wieder zu einem Komplex vereint. Unsere Reise in Richtung Gegenwart wird international: die globalisierte Welt sowie europäische Integration sind wichtige Meilensteine. Entscheidende Sehenswürdigkeiten sind dabei die UNO sowie die EU als untersuchenswerte Organisationen.


Erinnerungswürdig! So lässt sich unsere diesjährige Tour beschreiben, denn sie beginnt mit der Frage, wie Geschichte erinnert wird. Neben dem Mittelalter – das durch Mittelaltermärkte und Reenactments in unserem Alltag überall zu finden ist – und dem Kolonialismus, wird sich lebensnah mit der Frage befasst, wie sich heutige Gesellschaften an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern. Zwischen nostalgischer Erinnerung an die DDR und der Realität, werden Erinnerungen kritisch ergründet und erforscht. Danach geht es in Richtung Heimat, die, im Zuge einer innigen Untersuchung Bayerns ausgiebig erkundet wird. So, wie sich Reisende bewegen, bewegten sich Migrationswellen im Laufe der Geschichte durch Bayern. Hugenotten sowie Gastarbeiter des 20. Jahrhunderts sind unsere Reisebegleiter, die uns bis zum Abschluss der Reise den Weg leiten.
Die großen Themenfelder der Geschichte nochmals perspektivisch, tiefergreifend betrachtet. Das geht in 12 und 13 auf zwei Wege – je nach Wunsch findet unsere Reise dann 2x wöchentlich oder 4x wöchentlich statt.
Während bisher der Verlauf der Geschichte unsere Reiseroute maßgeblich beeinflusst hat, sind es jetzt die Prozesse gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Aber auch die Entwicklungslinien zwischen Demokratie und Diktatur werden genauer untersucht und viele Entscheidungen von damals kritisch hinterfragt.
Unsere Reise ist fortan eine Erkundungstour mit eignen, frei gewählten Schwerpunkten und der Suche nach Antworten.
Wer also Spaß daran hat Rätsel zu lösen und gut sowie gerne argumentiert sollte definitiv die 4-wochenstündige Reise wählen!


Auch die schönste Reise geht einmal zu Ende – zumindest endet die schulische Reise im Fach Geschichte hier. Und was wäre eine Reise ohne gebührenden Abschluss? Und wo käme das Zitat von K. Tucholsky besser zum Tragen als in Jahrgangsstufe 13? Denn die Zeit ist knapp bemessen und es gibt noch so viel zu entdecken.
Wir starten ein letztes Mal im Sinne eines Langstreckenfluges und schauen uns die großen internationalen politischen Akteure an. Den finalen Endpunkt bilden die historischen Grundlagen moderner demokratischer Staatsordnungen. Mit diesem tiefen Verständnis und einem veränderten Blickwinkel auf gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und politische Entwicklungslinien könnt ihr nun eure eigene künftige Reise frei gestalten.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern die Geheimnisse der Geschichte zu erforschen!
Die Reisebegleiter (aka Fachschaft) in Geschichte: Monika Göbel, Sandra Keller, Ulrike Maier, Friederike Schwarzwälder, Christian Stölzle, Christian Virag
Weitere Informationen zum Fach Geschichte finden Sie unter hier.
Einen Link zu den Lehrplaninhalten der einzelnen Jahrgangsstufen finden Sie hier.

