Wie macht man unsichtbare Strahlung sichtbar? Mit genau dieser Frage beschäftigten wir uns im P-Seminar Physik der 11. Jahrgangsstufe im Rahmen des Wettbewerbs „Vision-Ing21“ in Zusammenarbeit mit der PERI GmbH & Co. KG. Während des Schuljahres 2025/26 planten, konstruierten und bauten wir gemeinsam mit unserem betreuenden Lehrer Herrn Mangold und in enger Zusammenarbeit mit unserem Partner PERI eine eigene Diffusionsnebelkammer. Dies ist ein Gerät, mit dem sich die Spuren radioaktiver Teilchen sichtbar machen lassen.
Das Funktionsprinzip der Nebelkammer beruht auf einer übersättigten Alkoholdampfschicht, die durch einen Temperaturunterschied zwischen einer gekühlten Bodenplatte und einem beheizten oberen Bereich entsteht. Durchqueren radioaktive Teilchen diesen Bereich, ionisieren sie die Luft entlang ihrer Flugbahn. An diesen Stellen kondensiert der Alkoholdampf zu winzigen Tröpfchen, wodurch die Teilchenbahnen sichtbar werden. So gelang es uns, Alpha- und Beta-Teilchen sowie Myonen der kosmischen Strahlung anhand ihrer Spuren zu unterscheiden.
Von der ersten Idee bis zur fertigen Versuchsanlage war das Projekt geprägt von Teamarbeit, technischem Tüfteln und kreativen Lösungsansätzen. Gemeinsam entwickelten wir Konzepte für Kühlung, Beleuchtung, Hochspannung, Sensorik und Steuerung. Unterstützt wurden wir dabei von Ingenieuren, Auszubildenden sowie Studierenden des Partners PERI. Durch den regelmäßigen Austausch und die Nutzung professioneller Konstruktions- und Programmierwerkzeuge erhielten wir wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt technischer Berufe.
Den Abschluss unseres Projekts bildete das Finale des Wettbewerbs „Vision-Ing21“ in Erlangen. Für unsere Schule war es bereits die 15. Teilnahme an diesem Wettbewerb. Zwar reichte es in diesem Jahr nicht für einen Platz unter den besten drei Teams, dennoch blicken wir sehr positiv auf die Veranstaltung zurück. Der Wettbewerbstag war für uns insgesamt eine gelungene und schöne Erfahrung. Neben den spannenden Projektpräsentationen und dem Austausch mit den anderen Teams sorgte u.a. auch die gute Verpflegung für eine angenehme Atmosphäre. Wir sind stolz darauf, unsere Schule vertreten und an diesem Wettbewerb teilgenommen zu haben. Ein besonderer Dank gilt allen Beteiligten der PERI GmbH & Co. KG für die erneute intensive Unterstützung und die Möglichkeit, ein so anspruchsvolles und praxisnahes Projekt zu verwirklichen.



Martin Mangold

