Die Biologiekurse des erhöhten Anforderungsniveaus der Q12 und Q13 besuchten das Genetikum in Neu-Ulm, um einen Einblick in die praktische Arbeit der Humangenetik zu erhalten.
Zu Beginn erhielten die Schülerinnen und Schüler eine Einführung in die genetische Diagnostik und erfuhren, wie Patientinnen und Patienten bei Fragen zu möglichen erblichen Erkrankungen beraten und begleitet werden.
Anschließend folgte eine Führung durch das Gebäude und die Labore. Dort wurden wichtige diagnostische Methoden vorgestellt, darunter die molekulare Zytogenetik am Beispiel der Array-CGH-Methode, mit der das gesamte Genom auf Veränderungen untersucht werden kann. Anhand echter, anonymisierter Patientenfälle wurde erklärt, wie genetische Veränderungen erkannt und medizinisch eingeordnet werden. Außerdem lernten die Schülerinnen und Schüler die FISH-Fluoreszenzmikroskopie kennen und konnten Chorionzottengewebe unter dem Lichtmikroskop betrachten.
Besonders interessant war, dass im Labor moderne Technologien viele Arbeitsschritte übernehmen: Roboter führen beispielsweise Pipettierarbeiten aus oder scannen mikroskopische Aufnahmen. Dennoch bleibt die menschliche Expertise für die Auswertung der Ergebnisse und die medizinische Diagnostik unverzichtbar.
Der Besuch bot somit einen spannenden Einblick in die Verbindung von moderner Technik und wissenschaftlicher Arbeit. Zudem konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und aus einzelnen Chromosomen ein Karyogramm erstellen.



Larissa Arzt und Sonja Nagel

