Exkursion zum Wasserkraftwerk Böfinger Halde – Energie aus der Donau

Drei Geographie-Kurse der 12. Klasse machten sich im Februar auf den Weg zum Wasserkraftwerk Böfinger Halde, um der Frage nachzugehen, wie aus fließendem Wasser eigentlich Strom entsteht. Vor Ort wurden wir von zwei Mitarbeitenden empfangen, die uns durch das Kraftwerk führten und uns die Funktionsweise der Anlage anschaulich erklärten. Das Kraftwerk Böfinger Halde ist das leistungsstärkste Wasserkraftwerk der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.

Der eine Teil der Führung fand direkt in den Kraftwerksgebäuden statt. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler die Turbinen und technischen Anlagen aus nächster Nähe betrachten und erfuhren, wie die Energie des Wassers genutzt wird, um Strom zu erzeugen. Besonders beeindruckend war, wie viel Technik nötig ist, damit aus der Strömung der Donau zuverlässig elektrische Energie entsteht – aber auch, wie alt die Bauteile teilweise sind und trotzdem noch funktionsfähig.

Im zweiten Teil ging es nach draußen, wo weitere Bestandteile der Anlage erklärt wurden – vom Einlauf des Wassers bis zu den Schutzvorrichtungen, die verhindern, dass größere Gegenstände überhaupt erst zur Turbine gelangen.

Ein echtes Highlight der Führung war die Sammlung an Dingen, die tatsächlich schon aus dem Wasser gefischt wurden, bevor sie Schaden anrichten konnten. Neben eher erwartbaren Fundstücken wie Schuhen oder Flaschen tauchten auch weniger alltägliche Gegenstände auf – darunter sogar Couchen. Spätestens an dieser Stelle wurde klar: In der Donau schwimmt offenbar mehr als nur Wasser.

Die Exkursion bot somit nicht nur spannende Einblicke in die nachhaltige Energiegewinnung durch Wasserkraft, sondern zeigte auch ganz praktisch, welche Herausforderungen beim Betrieb eines solchen Kraftwerks auftreten können. Ein lehrreicher und unterhaltsamer Vormittag für alle Beteiligten.

Maini/Ablaßmeier/Frey