Theater / Darstellendes Spiel


Für Schülerinnen und Schüler steht häufig der Spaß am Theaterspielen als angenehmer erlebnisreicher Ausgleich zum sogenannten normalen Unterricht im Vordergrund. Sie entdecken und entwickeln wichtige soziale Kompetenzen. Davon abgesehen müssen in unserer Gesellschaft aber gerade die Künste als zentrales Element der Bildung verstanden werden, da sie den Blick für Lebensalternativen und Sinngebungen frei halten.

Ästhetische Bildung ist nicht theoretisch zu vermitteln, sondern verlangt künstlerisch tätig zu werden. Neben den Praxisfeldern von Musik und Kunst bietet gerade das Theaterspiel besondere Möglichkeiten der ästhetischen Entfaltung. Abgesehen von der Schulung des Körperbewusstseins und sinnlicher Wahrnehmungsfähigkeit haben Kinder und Jugendliche hier die Möglichkeit, in der Differenzerfahrung zwischen Ich und Nicht-Ich Standpunkte und Verhaltensweisen zu entwerfen, zu verhandeln, auszuprobieren, zu übertreiben, zu verwerfen, (für sich) zu entdecken. Sie setzen sich gewissermaßen im Schutz der Rolle mit sich selbst, mit anderen und der Welt aktiv auseinander und gehen damit wichtige Schritte auf dem Weg ihrer Persönlichkeitsentwicklung.

Ulrike Maier

Die Schülerinnen und Schüler des musischen Zweiges der Jahrgangsstufe fünf erhalten in Anbindung an das Fach Deutsch eine Stunde Unterricht in der Woche in Grundlagen theatralen Gestaltens.
„Ziel des Unterrichts im Fach Theater ist die Entwicklung einer produktions- und rezeptionsorientierten theaterästhetischen Handlungskompetenz. Der Unterricht (…) thematisiert die Produktion und Rezeption theatraler Formen in den drei Handlungsfeldern Körper, Raum und Zeit. In der Regel werden diese in der szenischen Arbeit nicht voneinander getrennt behandelt, sie sind vielmehr Bestandteile jeder Projektarbeit. (…) Das in der Grundschule aufgebaute Interesse am Rollenspiel und die bei den meisten Schülern vorhandene unmittelbare Spielfreude werden (…) genutzt, um Grundlagen für eine weiterführende theatrale Bildung zu entwickeln. Differenzierte Bewegungs- und Wahrnehmungsübungen eröffnen den Schülern ein Grundrepertoire an szenischen Gestaltungselementen und kreativen Präsentationstechniken. Kooperative und ganzheitliche Arbeitsformen sowie fächerübergreifendes und entdeckendes Lernen sind zentrale Bestandteile des Theaterunterrichts.“ (Auszüge aus dem Jahresplan für Theater, http://tag-bayern.de/sites/default/files/page/jahresplan_theater_5-6.pdf)

Ab der Jahrgangsstufe acht können Schülerinnen und Schüler am NKG das Fach Theater als Wahlunterricht und in der Oberstufe als Wahlprofilfach belegen. In der Regel findet der Unterricht für beide Gruppen gemeinsam mittwochs in der 7./8. Stunde statt.

„In der Auseinandersetzung mit der symbolischen Welt des Theaters (…) erhalten die Schüler einen Zugang zu vielfältigen kreativen Weltentwürfen. Sie lernen gedankliche Entwürfe und deren künstlerische Umsetzung (…) kennen und verstehen. (…) Die Schüler lernen Schauspiel- und Regiestile kennen und erfahren dabei, wie gleiche Stoffe und Inhalte auf unterschiedlichste Art interpretiert werden können. Der Schwerpunkt des Unterrichts liegt auf der praktischen Arbeit, die auf der Grundlagenarbeit in den Bereichen Stimme, Klang, Rhythmus und Körper, Aktion, Rolle aufbaut und diese gezielt fortführt. (…) In der intensiven Probenarbeit (…) setzen sich die jungen Menschen bewusst mit Teamarbeit und Sozialverhalten auseinander. Dies trägt zur positiven Gestaltung des Unterrichtsgeschehens und zum kommunikativen und respektvollen Miteinander bei. (...) Theateraufführungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Schulleben und schärfen das Profil der Schule.“ (Auszüge aus dem Fachprofil Theater)

Produktionen